Studie belegt: Absolventen zu überzeugt von sich!

Die Studie „Hochschul-Recruiting 2016“ der Jobbörse Jobware hat in Zusammenarbeit mit der Hochschule Koblenz gezeigt, dass viele Studierende zu hohe Erwartungen, Ansprüche und falsche Vorstellungen an ihr zukünftiges Arbeitsleben haben.

Schlusssatz Ihrer Bewerbung
Studierte gehen immer öfter davon aus, dass ihnen die Jobs zufliegen. (Foto via Pexels)

Das Abitur ist in der Tasche, im Studium läuft's und schon geht es an den Einstieg ins Berufsleben. Für die meisten beginnt damit eine anstrengende Bewerbungs-Phase. Umso überraschender: Viele Studienabsolventen nehmen die Sache nicht ernst genug und dafür sich selbst viel zu wichtig. Wir haben die spannendsten  Ergebnisse der Studie für euch zusammengefasst.

 

Unrealistische Vorstellungen

39% der befragten Personaler gaben an, dass die Bewerber unrealistische Karrierevorstellungen haben. Sie würden eine unglaubliche Karriere vom ersten Tag an erwarten, ohne vorher Erfahrungen gesammelt oder etwas für das Unternehmen getan zu haben.

 

Auch unrealistische Gehaltsvorstellungen sind laut der Studie keine Seltenheit. So scheinen sich mehr als ein Drittel der Studierenden nicht ausreichend über mögliche Einstiegsgehälter zu informieren. 37% erwarten eine Bezahlung ähnlich derer, die andere Mitarbeiter nach 20 Jahren im Unternehmen erhalten. In dem Glaube, ihre Ausbildung würde ihre Forderungen rechtfertigen, ist diese Gier für Personaler ein echter Einstellungshemmer.

 

Der Mangel an Informationen

Außerdem fehlt es den angehenden Berufseinsteigern an Wissen über das Unternehmen, bei welchem sie sich bewerben. 38% hätten laut der befragten Personaler einen hohen Mangel in diesem Bereich. Über die Gründe wieso, lässt sich nur spekulieren. Doch es scheint, als würden einige Absolventen nach dem Motto leben: Während des Studiums genug gelernt und recherchiert, das ist bei der Jobsuche jetzt nicht mehr nötig.

 

Zudem fehle es 36% der Studienabsolventen an Fokussierung und es gebe kaum Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch, wie 24% der befragten Personaler angeben. Trotz der fehlenden Vorbereitung, gingen sie selbstbewusst und überzeugt davon, einen neuen Job zu bekommen, in die Vorstellungsgespräche.

 

Unser Fazit

Wer als Absolvent direkt nach dem Uni-Abschluss zu hoch pokert, zieht oft den Kürzeren. Unrealistische Erwartungen und mangelnde Vorbereitung stoßen bei Personalern auf Unverständnis – schließlich kann schon ein kurze Recherche im Vorhinein die Stellung der Bewerber verbessern.

 

Mit drei einfachen Tipps, kann man sich schon beim Verfassen der Bewerbung gut auf das Unternehmen und das eventuell bevorstehende Bewerbungsgespräch vorbereiten:

  • Informiert euch über das Unternehmen! Stellt euch die Leitfrage: Warum will ich unbedingt zu diesem Unternehmen?
  • Recherchiert zu dem angehenden Beruf. Die späteren Aufgaben, aber auch die Gehälter können wichtig sein. Unterscheidet zwischen Berufseinsteiger und -erfahrener.
  • Achtet auf euer Auftreten und vermeidet arrogantes, abgehobenes Verhalten. Ein gesundes Selbstbewusstsein jedoch, kommt immer gut an. 

 

Über die Autorin

 

Dieser Artikel wurde von Tizia Zimmer verfasst, die als Auszubildende zur Medienkauffrau bei Axel Springer arbeitet. Seit dem 12.09.2016 unterstützt sie das Team von Dein-Lebenslauf.com und ist für den Karriereblog und die Kooperationen zuständig.


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