5 Dinge, die Sie im Anschreiben vermeiden sollten

Das Anschreiben ist wohl der aufwändigste Teil einer Bewerbung und stellt viele Bewerber vor große Schwierigkeiten. Man sollte bei allem Ärgernis nur nicht vergessen, die Chance zu ergreifen, einen richtig guten und individuellen Eindruck zu hinterlassen. 

Dinge, die Sie im Anschreiben vermeiden sollten
Kein Personaler hat Lust auf Standardfloskeln und Massenbewerbungen. Foto via Unsplash.com

Mit dem Anschreiben ergibt sich die Möglichkeit, Informationen zur eigenen Person über den Lebenslauf hinaus preiszugeben. Dabei sollte man vor allem eins beachten: einen richtig guten und vor allem individuellen Eindruck zu hinterlassen. 

 

Es reicht eben nicht, Textpassagen aus dem Internet zusammenzukopieren. Damit euch das Anschreiben nicht allzu viele Nerven kostet, haben wir euch im Folgenden die fünf größten No Gos aufgelistet:

 

1. Das Anschreiben ist keine Nacherzählung des Lebenslaufes

Viele Bewerber begehen den Fehler, im Anschreiben ihren Lebenslauf nachzuerzählen und lassen dabei völlig außer Acht, auf die anvisierte Stelle einzugehen.

 

Dabei ist es Sinn und Zweck eines Anschreibens, dem Personaler deutlich zu machen, welche der eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse dem Unternehmen von Nutzen sein können. Empfehlenswert ist es, bereits gesammelte Berufserfahrung in Bezug zu der Position zu setzen, auf die man sich aktuell bewirbt. (Beispiel: "In Unternehmen XY habe ich x gelernt, was mich dazu befähigt, die beschriebenen Aufgaben y bei Ihnen auszuführen.")

 

2. Überzogene "Schleimereien" verwenden

Die Motivation, mit der man sich auf eine bestimmte Stelle bewirbt, sollte klar aus dem Anschreiben hervorgehen. Nicht nötig ist es, in jedem zweiten Satz zu betonen, dass es der allergrößte Wunsch ist, bei dem Traum-Unternehmen zu arbeiten. Die eigene Authentizität sollte gewahrt werden. Also: nicht zu dick auftragen und Sätze wie „Schon als Kind habe ich davon geträumt, eines Tages Sachbearbeiterin in Ihrem Unternehmen zu werden" aus dem Anschreiben streichen – zumindest solange es nicht der Wahrheit entspricht und bloß als Floskel verwendet wird.

 

Genauso sollten Bewerber darauf verzichten, Massenbewerbungen zu versenden - Bewerbungen also, die sie universal für verschiedenste Stellen in unterschiedlichen Unternehmen einsetzen. Natürlich bedeutet es viel Arbeit, für jede einzelne Stelle ein individuelles Anschreiben zu verfassen, aber es zahlt sich aus: Der Personaler bekommt das Gefühl, dass man sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat, auch über das Anpassen der Adresse hinaus.

3. Standardsätze googlen

„Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenausschreibung gelesen..." Nur, weil diese Floskel schon millionenfach in Anschreiben verwendet wurde, heißt das nicht, dass sie auch dorthin gehören – geschweige denn, dass sie funktionieren. Man sollte es entsprechend dringend vermeiden, Phrasen für das Anschreiben zu googeln. Wenn das Anschreiben direkt mit einer Standardformulierung beginnt, stehen die Chancen, die Aufmerksamkeit des Personalers zu gewinnen, schlechter.

 

4. Arrogante Formulierungen einbauen

Ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein hat noch niemandem geschadet. Im Gegenteil: Es zählt zu den Stärken, die viele Personaler schätzen. Durch übertriebene Formulierungen wirkt man jedoch auch schnell zu eingebildet oder gar arrogant.

 

Zu wenig Selbstbewusstsein kann einem allerdings genauso negativ angerechnet werden. Zu empfehlen ist daher eine Vermeidung von Konjunktiv-Formulierungen: „Könnte", „würde" und „sollte" wirken schnell unsicher und schwächen das Geschriebene ab. Bewerber müssen sich nicht unterwürfig geben, sondern sollten dem Personaler auf Augenhöhe begegnen.

5. Einen Roman verfassen

Ein Anschreiben soll nicht länger als eine Seite sein. Es gilt also, sich auf die für die Stelle relevanten Informationen zu fokussieren, auf den Punkt zu formulieren und bloß keinen Roman zu verfassen. Die meisten Personaler haben schlichtweg nicht die Zeit, sich die gesamte Lebensgeschichte eines Bewerbers durchzulesen. Weniger ist im Anschreiben also durchaus mehr.

 

Was sollte man außerdem vermeiden?

 

  • Zu lange und komplizierte Sätze führen dazu, dass der Leser den Faden verliert. Möchte man dem Personaler einen Gefallen tun, verzichtet man am besten auf ellenlange Satzgefüge.
  • Im Anschreiben sollte nicht auf die eigenen Schwächen eingegangen werden. Sätze wie: „Leider halten sich meine IT-Kenntnisse in Grenzen.“ oder "Meine Französischkenntnisse sind verbesserungswürdig" haben in einer Bewerbung nichts zu suchen. Wir empfehlen Ihnen, negative Formulierungen und Phrasen aus dem Anschreiben zu verbannen und allein die eigenen Stärken zu betonen.
  • Grammatik- und Rechtschreibfehler sind in jedem Fall zu vermeiden. Jede Bewerbung sollte mindestens von einer außenstehenden Person gegengecheckt werden, um diese zu vermeiden.
  • Zuletzt empfehlen wir der Leserlichkeit zu Gute keine zu kleine oder verspielte Schriftarten im Anschreiben zu verwenden.  

Wir wünschen viel Erfolg und empfehlen Ihnen in einer ruhigen Minute unsere 5 Tipps für ein perfektes Anschreiben zu lesen.