So geht Jobsuche heute

Während man sich früher entweder auf eine Stellenannonce aus der Zeitung bewarb oder einfach im elterlichen Betrieb anfing, muss man heutzutage auf zahlreichen Kanälen online und offline aktiv sein.

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Das macht die Jobsuche deutlich komplexer. Gleichzeitig entdeckt man mehr Möglichkeiten und kann aus einem größeren Angebot auswählen, welcher Job am besten zu den eigenen Vorstellungen und den eigenen Erfahrungen passt. Die Frage ist nur: Wie geht man bei der Stellensuche idealerweise vor? 

 

Ein Expertenbeitrag von dem Team von Jobspotting.

Um Jobbörsen kommt man nicht herum

 

Auch wenn wir bald das Jahr 2016 schreiben, finden sich immer noch zahlreiche Stellenangebote auf den altbekannten Jobplattformen. Neben den großen Playern sind kleinere Branchen- oder Nischen-Jobsuchen interessant, etwa die Gründerszene Jobbörse für Startup-Stellen in der Hauptstadt, Dice für IT-Jobs oder Das Auge für Stellen im kreativen Bereich.

 

Wer nicht jeden Tag auf zwanzig verschiedenen Seiten nach neuen Stellen suchen will, der sollte Meta-Suchmaschinen nutzen. Sie aggregieren Jobs von verschiedensten Seiten und liefern so eine breitere Auswahl an offenen Stellen. Hier kann es allerdings vorkommen, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Bei Jobspotting machen wir deshalb beispielsweise personalisierte Stellenempfehlungen, die auf Angaben wie Kenntnissen, Erfahrungslevel und Standorten beruhen. Das Ziel ist es, nur noch Stellen zu empfehlen, die für den Jobsuchenden tatsächlich relevant sind.

 

Soziale Netzwerke werden immer wichtiger

 

In Sachen Job-Plattformen sollten außerdem Portale wie LinkedIn und Xing nicht vergessen werden. Zum Einen haben die professionellen Netzwerke mittlerweile eigene, recht umfangreiche Jobbörsen. Außerdem machen dort viele Leute auf freie Stellen im eigenen Unternehmen oder aus dem Bekanntenkreis aufmerksam, bevor sie überhaupt auf irgendeiner Jobseite gepostet werden. Das gilt übrigens ebenso für Dienste wie Facebook oder Twitter. Hier heißt es also: Augen auf!

 

Das führt zum letzten, möglicherweise wichtigsten Teil bei der Suche nach passenden Stellen: Rede darüber. Menschen stellen immer noch gerne Mitarbeiter ein, die sie entweder selbst kennen oder die ihnen von Freunden, Bekannten oder Kollegen empfohlen wurden. Das ist nicht verwunderlich: Man spart Zeit bei den Gesprächen und beim Aufbau eines Vertrauensverhältnisses. Umso wichtiger ist es also, das eigene Netzwerk als Sprachrohr zu nutzen und - falls man die Jobsuche nicht vor dem aktuellen Arbeitgeber geheim halten muss - auf den Social Media bekannt zu machen, dass man auf der Suche nach einer neuen Herausforderung ist.

Finden und gefunden werden

Die digitale Visitenkarte

 

Nicht nur Jobsuchende nutzen verstärkt Social Media, um Karrierechancen aufzutun. Auch Unternehmen machen sich die Netzwerke zunutze, um sich über Bewerber zu informieren oder sogar aktiv auf Kandidatensuche zu gehen. Umso wichtiger ist es daher, ein Auge auf den eigenen Internetauftritt zu haben und ihn sorgfältig zu pflegen.

 

Natürlich ist es schön und gut, wenn man sich mit regelmäßigen Beiträgen als Gastautor zu einem bestimmten Thema einen Namen machen kann. Ein persönlicher Blog ist auch was Tolles - sofern er sich nicht in eine Reihe mit 50 weiteren toten Online-Profilen gesellt. Seien wir ehrlich: Die wenigsten von uns haben die Zeit oder die Muse, die zahlreichen digitalen Kanäle ernsthaft zu betreiben. Viel sinnvoller ist es, sich auf einige wenige zu konzentrieren und die dafür auf dem neuesten Stand zu halten.

 

Da reicht dann auch schon ein Xing- und LinkedIn-Profil.

Wer sich in kreativen Branchen bewirbt, sollte außerdem in Betracht ziehen, einige Arbeitsproben online zur Verfügung zu stellen. Die kann man auf den professionellen Netzwerken übrigens ganz einfach einbinden.

 

Alle Facebook- oder Twitter-Nutzer sollten vor der Jobsuche außerdem einen Blick auf die eigenen Profile werfen und sie gegebenenfalls überarbeiten. Sprich peinliche Fotos oder unangenehme Kommentare entfernen und die Datenschutz-Einstellungen anpassen. Denn auf sozialen Netzwerken bekommen Personaler am schnellsten ein Bild eines Bewerbers. Umso wichtiger ist es daher, digital ein einheitliches zu transportieren.

 

Selbst aktiv werden

 

Wer sich nicht bemerkbar macht, der wird in der Regel nicht gefunden. Neben der Pflege der Online-Profile ist es ratsam, sich in Foren, Gruppen und Communities in den sozialen Netzwerken zu Themen einzubringen, bei denen man sich auskennt oder die einem am Herzen liegen. Das ist ein einfacher, aber effektiver Weg, sich als Experte in einem bestimmten Bereich zu positionieren und so gewissermaßen die eigene Marke zu schärfen - auch wenn das jetzt furchtbar abgedroschen klingt.

 

Was online funktioniert, klappt natürlich auch offline. Sprich: Geh auf Veranstaltungen. Statt allerdings jedes Event mitzunehmen, das sich bietet, ist es hier sinnvoll, sich auf einige, wenige Veranstaltungen zu konzentrieren, bei denen man auf Vertreter von den Unternehmen trifft, für die man gerne arbeiten möchte. Das läuft übrigens (leider) nicht nach dem Schema “Hallo, ich brauch einen Job” - “Klar, morgen kann’s losgehen” ab. Zumindest habe ich das noch nicht erlebt. Vielmehr geht es darum, in einer lockeren Atmosphäre Gleichgesinnte zu treffen, sich mit ihnen zu gemeinsamen Themen auszutauschen und Beziehungen aufzubauen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich hieraus in der Zukunft Karrierechancen ergeben.

 

Wer im Text bis hierhin gekommen ist, der denkt sich vermutlich: “Verdammt, ist das anstrengend!”. Jobsuche ist und bleibt ein komplexer Prozess. Je mehr Möglichkeiten sich bieten, desto schwieriger ist es außerdem, eine Entscheidung zu treffen. Die Frage, ob man wirklich die richtige Stelle angenommen hat, stellt sich sicherlich den meisten von euch.

 

Doch moderne Jobsuche ist auch eine Chance. Sie ist eine Chance, sich für den Berufsweg, die Branche und das Unternehmen zu entscheiden, die am besten zu einem passen. Der Schlüssel dazu sind Informationen. Denn die unterstützen eine fundierte Karriereentscheidung und geben dir als Jobsuchenden das Heft des Handelns in die Hand.

Über Jobspotting

Bei Jobspotting liefern wir dir relevante Informationen, damit du die beste Entscheidung für deine Karriere treffen kannst. Unsere Meta-Jobsuche macht personalisierte Stellenempfehlungen, die genau auf dein Profil zugeschnitten sind.

 

Auf Unternehmensprofilen erhältst du bei uns außerdem Auskunft über Firmen, die dich interessieren, die Unternehmenskultur, offene Stellen und Mitarbeitervorteile. Im Journal by Jobspotting schreiben wir regelmäßig zu Themen rund um die Arbeitswelt und geben Tipps zu Jobsuche, Bewerbung und Karriereplanung.

 

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