Hobbys im Lebenslauf?

Die Angabe von Hobbys im Lebenslauf ist stark diskutiert. Die Meinungen der Personaler gehen von "Auf gar kein Fall einbringen." über "Ja, aber bitte nur als 'Interesse' bezeichnen." bis hin zu "Spannende Hobbys im Lebenslauf gehören unbedingt mit rein".

via Visual Hunt
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Aber wie findet man nun heraus, welche Hobbys im Lebenslauf absolute No-Gos sind und welche wiederum unbedingt erwähnt werden sollten? Wir bieten euch eine kleine Hilfestellung zu dieser Thematik.

Hobbys im Lebenslauf: Ja oder nein?

Auch wenn es viele Meinungen dazu gibt, ob die Erwähnung von Hobbys veraltet ist oder nicht - Im Normalfall gilt: Ein bisschen Individualität und Farbe haben einem Lebenslauf noch nie geschadet. Im Gegenteil, sie können sogar dabei helfen, im Kopf bei dem Personaler hängen zu bleiben.

 

Wir sagen also: Ja, Mut zur Erwähnung von Hobbys bzw. Interessen, aber bitte nur selektiert. Denn gerade bei der Angabe von Hobbys im Lebenslauf kann man sich von der Masse absetzen und seine Persönlichkeit widerspiegeln. Wichtig dabei ist nur, dass man nicht den typischen Katalog runterrattert.

 

So sind die Standardhobbys im Lebenslauf wie "Lesen, Kino, Bücher usw." zwar ganz nett, doch werden diese oft als langweilig abgestempelt, was eventuell Rückschlüsse auf den Charakter des Bewerbers ziehen lässt. Andere Hobbys wiederum können eine gewisse Nähe und Aufgeschlossenheit zu Trends symbolisieren. Gerade in der heutigen Zeit sind Hobbys im Lebenslauf wie bloggen, twittern, youtuben oder gar vloggen ein Indiz dafür, am Puls der Zeit zu sein und stechen hervor. Denn nur wer mit der Zeit geht, kann in einem modern ausgerichteten Unternehmen von sich überzeugen.

Welche Hobbys im Lebenslauf gehen gar nicht?

Bei welchen Hobbys der Personaler direkt einschläft und euch als Langweiler abstempelt, haben wir im obigen Absatz bereits geklärt. Ein Hobby wie "Freunde treffen" kann euch sogar im negativen Licht erscheinen lassen, falls ihr dieses Interesse als etwas besonderes aufzählt. Nehmt also Abstand von 08/15 Hobbys im Lebenslauf.

 

Allerdings sollte man auch beachten, dass nicht jedes Hobby im Lebenslauf den gewünschten Effekt bringt. Die so genannten Extrem-Hobbys im Lebenslauf, wie zum Beispiel Cliffhanging oder Rodeo-Reiten etc., sind zwar außergewöhnlich, tragen allerdings auch eine gewisse Risikiobereitschaft mit sich. Und es gibt Personaler, die den Job nicht an einen Bewerber vergeben möchten, der gerne mit dem Risiko spielt, den Kick braucht und offensichtlich immer neue Herausforderungen sucht. Gerade im Berufsleben wird ein hohes Maß an Gewissenhaftigkeit und Beständigkeit abverlangt. Der Personaler könnte also befürchten, dass dem Bewerber als so starkem Adrenalin-Junky bestimmt schnell langweilig werden wird im neuen Job.

 

Jedoch sollte man nicht gleich zu beständig wirken. Andere Hobbys im Lebenslauf, wie zum Beispiel Gaming mit Konsolen, oder TV-Shows, lassen den Bewerber wiederum träge oder lustlos erscheinen und deuten eher auf einen Couch-Potato ohne Antrieb und Zielstrebigkeit hin. 

So bringst du die Hobbys im Lebenslauf perfekt ein

Die Hobbys im Lebenslauf werden ganz unten positioniert und sollten unter keinen Umständen vom eigentlichen Inhalt des Lebenslaufs ablenken. Auch sollte man sie tatsächlich lieber "Interessen" und nicht "Hobbys" nennen; das wirkt seriöser.

 

Mit Hobbys im Lebenslauf, die Vielschichtigkeit, Teamgeist und Kreativität widerspiegeln, kann man Pluspunkte sammeln. Hier eignen sich Sportarten als Hobbys im Lebenslauf, wie Hockey oder Ultimate Frisbee optimal. Denn bei diesen Sportarten beweist man, dass man teamfähig und zugleich erfolgsorientiert ist. Auch bodenständige Hobbys im Lebenslauf wie Kochen sind nicht zu unterschätzen. Denn wer gerne kocht, stellt sich als offen und gesellig dar. 

 

Wer ein Ehrenamt ausübt, kann dies auch offen als Hobby im Lebenslauf angeben. Denn genau mit solchen Dingen kann man den Personaler von sich überzeugen. Ehrenamtliche Tätigkeit wird sehr geschätzt und gern gesehen, denn hieraus lassen sich oft gute Rückschlüsse auf den Kandidaten ziehen. Wer sich ehrenamtlich in seiner Freizeit beschäftigt, überzeugt mit sozialem Engagement und Hilfsbereitschaft. 

 

Festzuhalten bleibt, dass die Nennung von Hobbys im Lebenslauf nicht zwingend erforderlich ist, jedoch können gut gewählte Interessen hilfreich sein. So kann man mit originellen Stichworten im Lebenslauf seine einzigartige Persönlichkeit gezielter darstellen und den Personaler auf sich aufmerksam machen.