Was gehört in einen Lebenslauf?

Spätestens beim Blick auf das leere Papier stellt sich jeder Bewerber die Frage: "Was gehört in einen Lebenslauf?" Es gilt, aus der Masse der Konkurrenten positiv herauszuragen und gleichzeitig die Erwartungen der Leser zu erfüllen.

via Visual Hunt
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Zu bedenken ist, dass Personaler viele Bewerbungen erhalten. Tun Sie ihnen den Gefallen und präsentieren Sie die relevanten Informationen auf den ersten Blick. Anbei befindet sich eine Auflistung an Informationen, was in einen Lebenslauf gehört und an welche Position.

Was gehört in einen Lebenslauf

Der Grundaufbau

Die Antworten auf "Was gehört in einen Lebenslauf?" sind nicht in jedem Fall zwingend. Wichtig ist: Alter oder Geburtsdatum und Familienstand müssen nach dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG) nicht angegeben werden, können aber je nach Job zweckmäßig sein.

 

Folgender Aufbau hat sich als solider Leitfaden bewährt:

 

  • Persönliche Daten
  • Akademischer Werdegang bzw. berufliche Laufbahn (aktuellstes zuerst)
  • Weiter- und Fortbildungen
  • Sonstige Kenntnisse (Sprach- und EDV-Kenntnisse und ggf. Interessen)

 

Auch ein professionelles Foto gehört in einen Lebenslauf, zumindest bei Bewerbungen in Deutschland - international wird hierauf mittlerweile verzichtet.

Persönliche Daten

Neben den Kontaktinformationen wie Anschrift, Telefonnummer und Email-Adresse, kann es Sinn ergeben, zusätzliche Informationen preiszugeben.  Auch hier ist die Antwort nicht eindeutig, was in einen Lebenslauf gehört, denn es ist gibt Pflicht- und freiwillige Angaben.

 

Pflichtangaben:

 

  • Vorname, Name
  • Adresse
  • Kontaktdaten: Email-Adresse und Telefon (alternativ: Handynummer)

 

Freiwillige Angaben:

 

  • Geburtsdatum und -ort
  • Geschlecht
  • Familienstand
  • Angabe zu Familienangehörigen
  • Foto

 

Bei dem Bewerbungsfoto scheiden sich die Geister - und doch darf nicht vergessen werden, dass die Entscheider Menschen sind, die sich gern ein Bild von ihrem Gegenüber machen. Der Gang zum Fotografen lohnt also im Normalfall - ebenso wie das Einhalten des jeweiligen Dresscodes.

Ausbildung

Gegenüber dem strikt chronologischen Lebenslauf hat sich inzwischen die Trennung von akademischem und beruflichem Werdegang durchgesetzt. Beginnen Sie daher mit Ihrem Bildungsweg und gehen Sie auf Hochschulabschlüsse oder abgeschlossene Ausbildungen ein. 

 

Die Frage "Was gehört in einen Lebenslauf?" ist hier besonders einfach zu beantworten: Gute Noten sollten Sie explizit angeben und Schwerpunkte hervorheben, die zu der Stellenanzeige passen. Angaben zur Grundschulzeit dagegen sind ebenso wie Beruf der Eltern nicht mehr zeitgemäß.

Berufliche Laufbahn

Ihre bisherigen, zuletzt absolvierten beruflichen Stationen sind den meisten Entscheidern am wichtigsten. Wenn Sie noch am Anfang Ihrer Laufbahn stehen, erwähnen Sie Praktika und Nebenjobs.

 

Zu jeder Position gehören generell folgende Angaben:

 

  • Zeitraum
  • Berufsbezeichnung (Position)
  • Unternehmen und Firmensitz 

Zusätzlich sind, im Sinne der Frage "Was gehört in einen Lebenslauf?", jeweils ein paar Stichpunkte zu Ihren Aufgabenbereichen hilfreich. Mit Lücken können Sie offensiv umgehen, also besser erwähnen, dass Sie einige Monate in eine Weiterbildung investiert oder sich einem privaten Projekt gewidmet haben. Denn eine Antwort auf die Frage, was in einen Lebenslauf gehört, ist vor allem Vollständigkeit.

Sonstiges - Kenntnisse und Interessen

Wie bei den anderen Bestandteilen ist es bei den sonstigen Kenntnissen nützlich, den Bezug zu der ausgeschriebenen Position herzustellen. Die Frage "Was gehört in einen Lebenslauf?" kann hierbei nicht allgemein beantwortet werden.

 

So ist zum Beispiel die Angabe zum Führerschein für einige Berufe erforderlich, für andere wiederum gar nicht. Bei einem LKW-Fahrer zum Beispiel gehört diese Angabe ausführlich in den Lebenslauf. Bei einem Bürojob, bei dem kein Führerschein erwartet wird, kann diese Information getrost weggelassen werden.

 

Weiterbildung, Sprach- und IT-Kenntnisse sind im Normalfall sinnvoll und sollten vollständig aufgeführt werden. Doch es schadet nicht, durch bewusstes Weglassen eine klare Linie zu schaffen, die zu dem geforderten Profil passt. Was in einen Lebenslauf gehört, ist nicht belanglos und sollte individuell pro Stelle angepasst werden.

 

Bei Hobbys kann Zurückhaltung geboten sein, beispielsweise wenn es um Extremsportarten oder sehr zeitintensive Freizeitaktivitäten geht. Fragen Sie sich im Zweifelsfall selbst: "Was gehört in meinen Lebenslauf?" Musikalische Erfolge oder ein ehrenamtliches Engagement können ebenso erwähnt werden, wie sportliche Aktivitäten oder ein besonderer Bezug zu einer Kultur.