Die letzte Hürde: Das Vorstellungsgespräch

"Sehr geehrte Frau Schwan, wir freuen uns, Sie zum Vorstellungsgespräch einladen zu dürfen."

Stark! Anscheinend hat sich der hohe Arbeitsaufwand bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen gelohnt. Bei teils hunderten von Bewerbungen auf nur eine einzige Stelle ist man damit dem neuen Job schon einen großen Schritt näher, wäre da nicht die letzte große Hürde: das Vorstellungsgespräch. 

Vorstellungsgespräch
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Vorstellungsgespräch: die Vorbereitung

Die ersten Minuten zählen. Auch wenn man keineswegs Angst vor dem Gang zum Vorstellungsgespräch haben sollte, hat ein wenig Vorbereitung noch nie geschadet. Wir halten mal die wichtigsten Sachen stichpunktartig fest:

1. Informiere dich ausführlich (!) über das Unternehmen.

  • Daten und Fakten: Seit wann ist das Unternehmen aktiv? Wie viele Mitarbeiter gibt es? Wie viele Standorte gibt es? Was verrät die Historie über die Geschichte und den Werdegang?
  • Markt und Konkurrenz: Auf welchen Märkten ist das Unternehmen vertreten (national und auch international)? Wie viele andere Player gibt es im Markt? Wie positioniert sich das Unternehmen?
  • Produkt / Dienstleistung: Wie groß ist das gesamte Produktportfolio? Was ist das Besondere an dem Produkt / der Dienstleistung? Was unterscheidet es von der Konkurrenz?

2.  Bereite dich inhaltlich auf potentielle Fragen vor.

  • LebenslaufWelches sind die 3 wichtigsten Stationen in meinem Lebenslauf? Manche Personaler beginnen das Vorstellungsgespräch gerne damit, dass sich der Kandidat in 2-3 Sätzen kurz vorstellen soll. Kann ich zu jedem der Unterpunkte bei meinen bisherigen Jobs etwas sagen, ohne zu stottern und erstmal überlegen zu müssen? Gibt es eventuell Lücken, die ich erklären muss?


Tipp: Nimm dir deinen eigenen Lebenslauf und formuliere ihn einmal laut in ganzen Sätzen (so, als würdest du jemandem deine ganze Lebensgeschichte aufsagen); das verschafft dir eine gute Übersicht und wappnet dich für jede Frage.

 

  • Anschreiben: Der Personaler kennt dich bisher nur als die Person, über die sie im Anschreiben etwas erfahren hat. Schau nochmal genau, welche Schwerpunkte du gesetzt hast und welche Eigenschaften am stärksten beschrieben werden. 

3. Die Tür geht auf und los: der erste Eindruck.

  • Körpersprache. Ganz wichtig: Gerader Gang, Brust raus, aber dabei den Schulterbereich nicht anspannen, sondern lockern und bewusst hängen lassen. Ansonsten ist der erste Eindruck eher der von einem steifen Gockel als von einem selbstbewussten Bewerber. Probier das mal aus - es wirkt echt Wunder.
  • Innere Einstellung. Einmal tief durchatmen und sich bewusst werden, dass man eigentlich eine ziemlich coole Sau ist. Versuch daran zu denken, dass du dich im ersten Schritt schon gegen etliche andere Bewerber durchgesetzt hast und die Personaler offensichtlich Interesse an dir haben.
  • Der Händedruck. Lächle freundlich und reiche dem Personaler die Hand. Versuche sie weder zu zerquetschen noch zu weich "rumzueiern". Wenn dich dein eigener Händedruck interessiert, dann schnapp dir ein paar Freunde und reicht euch mal die Hand - erstaunlich wie klares Feedback du bekommst.

4. Und jetzt nicht die Nerven verlieren.

Wir halten fest: Eine gute Vorbereitung ist eigentlich gar nicht so schwierig, nachdem man ein wenig Zeit in die Vorbereitung investiert hat. Sobald der erste Eindruck nicht völlig nach hinten losgegangen ist, habt ihr jetzt die idealen Voraussetzungen, um auch die allerletzte Hürde noch zu meistern. Eine spannende Übersicht über weitere Themen rund um das Thema Vorstellungsgespräch findet ihr übrigens hier.