Auslandsaufenthalte im Lebenslauf?

Auslandsaufenthalte sind mehr als nur im Trend. Sie bauen Sprachbarrieren ab, öffnen das Bewusstsein für andere Kulturen und helfen dabei, auf eigenen Füßen zu stehen. Eine häufig gestellte Frage bleibt allerdings meist offen: Wie bringe ich das ganze schmackhaft im Lebenslauf unter?

via Pexels
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Auslandsaufenthalte: Wie erkläre ich die Lücke?

Nach längerer Beschäftigung im gleichen Unternehmen oder auch nach dem Abitur: Irgendwann beginnt die Zeit, in der man vor allem eins möchte - weg von der Schulbank oder aus dem Büro und raus in die weite Welt. Ein Auslandsaufenthalt ist dabei die ideale Lösung. Egal ob Auslandspraktikum, ehrenamtliche Tätigkeiten, Sabbaticals oder auch längere Reisen: Ein Auslandsaufenthalt im Lebenslauf wird mittlerweile von Personalern sogar erwartet.

  

Den Dauerzweiflern liegt aber trotzdem etwas schwer im Magen: Wie erkläre ich längere Auslandsaufenthalte später auf dem Lebenslauf? Wie kommt das an, wenn man zwischen dem Abitur und der anstehenden Ausbildung eine klaffende 1-Jahres-Lücke erklären muss?

 

Als allererstes gilt: Ruhe bewahren. Die Annahme, dass zeitliche Lücken den Lebenslauf für immer ruinieren, ist genauso veraltet wie das Reisen mit der Pferdekutsche. Die spannende Frage ist eher: Wie formuliert man geschickt den Auslandsaufenthalt im Lebenslauf?

So bringst du den Auslandsaufenthalt ein:

1.: Auslandspraktikum

Hier ist der Fall ganz einfach: In deiner Rubrik "Beruflicher Werdegang" baust du diesen Aufenthalt chronologisch als Station mit ein - genauso wie ein normales Praktikum. Alternativ - wenn du mehrere Auslandsaufenthalte hast - kannst du auch eine Extra-Kategorie öffnen mit dem Titel "Auslandsaufenthalte".

2.: Auslandsjahr oder -semester

Ähnlicher Fall wie bei dem Auslandspraktikum - mit dem kleinen Unterschied, dass sich die Kategorie "Akademische Laufbahn" besser eignet. Einfach genauso aufbauen wie die anderen Stationen und evtl. das Land hervorheben oder den Namen des Studiengangs mit einem Vermerk "Auslandssemester" versehen.

3.: Work & Travel

Hier wird der Fall schon spannender, weil viele Personaler sich unter dem Begriff "Work and Travel" immer noch nichts vorstellen können. Wir raten davon ab, diesen Begriff zu verschleiern, sondern ehrlich mit der Thematik umzugehen, je nachdem, was du in der Hauptzeit des Aufenthalts gemacht hast.

 

Wenn du zum Beispiel viele kleinere Jobs hattest, eröffne eine neue Rubrik im Lebenslauf namens "Auslandsaufenthalte". Wenn es ganz exotisch zuging und du zum Beispiel Erdbeeren auf einer Farm gepflückt hast, kannst du auch eine Kategorie mit dem Namen "Sonstige Erlebnisse" eröffnen - Warum nicht einfach mitteilen, dass man sich für nichts zu schade ist und sowas schon immer mal machen wollte?

4.: Sabbatical

Bei einem längeren Auslandsaufenthalt, bei dem klar wird, dass du weder ein Praktikum, noch einen Sprachkurs gemacht hast, sondern einfach mal raus musstest und die Schnauze voll vom vorherigen Job hattest, kommt als Formulierung zum Beispiel "Sabbatical nach 10 Jahren einschlägiger Berufserfahrung" in Frage. 

Merke: nichts vertuschen, sondern clever umschreiben!

Das wichtigste, was es bei allen Auslandsaufenthalten im Lebenslauf zu beachten gilt, ist: Lieber die Wahrheit sagen, als im Bewerbungsgespräch unangenehm vorgeführt zu werden. 

 

Wenn du an deinen Auslandsaufenthalt zurückdenkst, vielleicht fallen dir dann ja noch mehr Dinge ein, die du gemacht hast: Kannst du vielleicht die Grundzüge der Sprache mittlerweile? Dann bring das ruhig als "Sprachkenntnisse" mit ein (versehen mit dem Vermerk "Grundkenntnisse"). Das lässt den Personaler aufhorchen und weckt sein/ihr Interesse für deinen Lebenslauf. Oder hast du vielleicht ehrenamtlich ein Projekt unterstützt? Na besser geht es gar nicht: Eröffne eine Rubrik "Ehrenamtliches Engagement " und halte in Stichpunkten fest, wo du warst und was es für ein Projekt war.

 

Wen es übrigens in den Fingern kribbelt und das Fernweh packt: Die Seite Auslandsjob.de bietet einen Fächer von Informationen zum Thema Auslandsaufenthalt, Work & Travel und der kompletten Organisation drumherum.